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Die „Feste Wagner“
ist Bestandteil des äußeren Metzer Festungsgürtels. Sie
liegt etwa 13km südlich von Metz auf dem rechten Ufer der
Seille, kurz vor Verny.
Der Bau begann 1904 unter
dem Namen „Feste d’Avigy“. 1910 wurden die Arbeiten
abgeschlossen.
Den Namen Wagner erhielt
die Feste durch das Armeekommando am 17. Mai 1910. General Julius
Hermann Ulrich Wagner war Mitglied des Ingenieurskomitees.
Das heutige Gelände
umfasst 47 Hektar. Die Zusammensetzung der Feste ist wie folgt:
- Die
Schirmlafettenbatterie (SLB) Nr. 7. Sie besteht aus einem M-Raum, der
Brustwehr samt Unterständen für die aus zwei 15 cm Kanonen
bestehende Batterie.
- Die mit vier 15 cm
Geschützen ausgerüstete Haubitzenpanzerbatterie (HPT 95).
- Die
Kanonenpanzerbatterie für vier 10 cm Geschütze (10 cm TK
Verst).
- Das Infanteriewerk
„Verny“.
- Das Infanteriewerk
„Avigy“ mit seinem untypischen Grabenstreich für vier 5,3 cm
Kanonen.
- Der Stützpunkt
„Lamence“ mit einer Kasematte für zwei 7,7 cm Kanonen.
- Die „Seille“-Schützengruppe
- Das zentrale Kraftwerk
- Vier
Artillerie-Panzerbeobachtungsstände und elf
Infanteriebeobachtungsstände
Alle Einheiten sind
über unterirdische Gänge miteinander verbunden.
Die vier Kriegskasernen
der Feste konnten insgesamt 1250 Mann aufnehmen.
Die Friedenskaserne befand
sich ein paar hundert Meter nördlich an der Straße nach Metz.
Die Mannschaft war
aufgeteilt in:
- 4 Infanteriekompanien,
- 2 M.G.-Kompanien,
- 2 Artilleriebatterien und
- 3 Pionierabteilungen.
Kriegshandlungen:
Die Feste wurde zum ersten
Mal im September 1914 in Kämpfe verwickelt. Sie beschoss den
Bahnhof von Pont à Mousson.
Die französische
Luftwaffe bombardierte die Feste am 2. Mai 1915.
Im Laufe des Krieges
diente sie als Bodenstellung für eine deutsche
Ballonbeobachtungseinheit.
1918 erhielt sie von den
Franzosen den Namen „Groupe fortifie l’Aisne“.
Der Name nimmt Bezug auf
die Schlachten an der Aisne (13.09.-20.09.1914).
Zwischen den beiden
Weltkriegen diente die Feste als Nahrungslagerung für die
Franzosen. Ab 1936 wurden vier 340 mm Kanonen der 3. Armee im Bereich
der Festung stationiert.
Während des Zweiten
Weltkrieges fand die Feste ihren Nutzen in der Lagerung von
Torpedoköpfen aus Wilhelmshaven.
Am 11. November 1944 wurde
die Feste von der 2. Abteilung des 10. U.S. Regiments eingenommen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg
nutze die französische Armee die Feste.
Seit den 80er Jahren
kümmert sich die ADFM um die Instandhaltung der Feste.
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